Zurzeit baut die ugandische Regierung mit internationalen Ölkonzernen wie Total Energies mit Hochdruck an über 400 Ölbrunnen und der längsten beheizten Ölpipeline der Welt, der East African Crude Oil Pipeline (EACOP). Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung beworben, sorgte das fossile Großprojekt jedoch bereits für zahlreiche unzulässige Landenteignungen und die Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Anwohner*innen, Repressionen gegen Kritiker*innen, Zerstörung sensibler Ökosysteme und massive soziale, ökonomische und psychische Langzeitfolgen für lokale Gemeinschaften. Gleichzeitig regt sich seit Jahren ziviler Widerstand gegen die Pipeline , von den betroffenen Gemeinden vor Ort bis zu internationalen aktivistischen Netzwerken.
Gemeinsam mit Menschenrechtsaktivist*innen aus Uganda diskutieren wir in drei Veranstaltungen, welche Folgen unternehmerische Interessen europäischer Konzerne auf Mensch, Umwelt und Klima haben, welche Strategien sie in Zeiten von wachsender Autokratie und shrinking civil spaces entwickelt haben, die Notwendigkeit von transnationaler Solidarität und globalem politischen Handeln, und welche Rolle dabei Österreich spielen kann.
Montag, 08. Juni 2026, 18:30 – 20:30 Uhr
Podiumsdiskussion „Oil, extractivism and the climate crisis: Activism in times of shrinking spaces”
Ort: ImpactHub Wien (The Stage), Lindengasse 56, 1070 Wien
Kooperation der Universität Wien (Institut für Internationale Entwicklung) und dem Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC)
Dienstag, 09. Juni 2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Filmvorführung der Dokumentation “EACOP: A Crude Reality” von 350.org
Wo: WUK, Foyer, Eingang C (Währinger Straße 59, 1090 Wien)
Kooperation der Universität Wien (Institut für Internationale Entwicklung) mit Attac Österreich und dem WUK
Mittwoch, 10. Juni 2026, 18:30 – 20:30 Uhr
Podiumsdiskussion „Unternehmensverantwortung und das Lieferkettengesetz: Lehren aus dem EACOP-Fall“
Ort: Blumenfabrik (Global 2000), Neustiftgasse 36, 1070 Wien
